Wort zum Sonntag: Blogs funktionieren, basta!
Heute gibt es mal ein paar Worte zu einer ganz frisch aufgeblühten Diskussion. Da behauptet ein gewisser Don, das Blogs (noch) nicht funktionieren in Deutschland. Ich behaupte einfach mal das Gegenteil, warum auch nicht. Warum ein solches Thema im CashBlog? Ganz einfach weil die Schuld der Monetarisierung zugeschrieben wird.
Ich habe mir einfach mal die Punkte aus Don’s Artikel übernommen, und schreibe hier nun mal meine Meinung dazu.
1. Zu wenig Blogger
Gehen ich mal von den 20.000 Blogs aus seinem Beitrag aus, egal ob es weniger oder mehr sind. Blog’s wohl gemerkt, die aktiv sind. Ich denke es gab und gibt eine Phase in der viele erst einmal das Bloggen ausprobiert haben und klar ist auch, dass viele wieder davon abgesprungen sind. Vielen liegt es nicht ein Online-Tagebuch zu führen. Und die Zeit der klassischen Blogs, eines rein privat geführten Online-Tagebuches sind sowieso vorbei. Warum? Weil es einfach keinen interessiert was die Katze des Nachbarn gerade macht oder welcher Fisch im Aquarium nach Luft schnappt. Allerdings wird es diese Blogs weiterhin geben, es gibt auch gute Alltagsblog, mit viel Witz und Humor. Es werden die hoffentlich guten Blogs übrig bleiben.
2. Zu wenig gemeinsame Anstrengungen
Blogs sind und dass sollten sie auch bleiben, jedem sein persönliches Baby wenn man so will. Warum sich an Print und Fernsehen annähern, Redaktion usw. dann könnte man auch ein Magazin gründen und bräuchte keinen Blog.
Ich muss sagen ja, auf meinem Blog mache ich was ich für richtig halte! Und doch gibt es gemeinsame Anstrengungen. Mit vielen tausche ich mich aus, man hilft sich gegenseitig und manches mal schreibt man auch zum selben Thema. Aber jeder auf seine eigene Weise, dazu ist es ein Blog und keine Zeitung!
Auch ein Gemeinschaftsprojekt ist in Arbeit, was aber kein Blog werden wird, aber aus der Bloggerei entstanden ist. Also ich wieder spreche diesem Punkt ganz stark!
Zitat Don:
„Ich sehe das Problem eher in den Versuchen, Blogs zu monetarisieren. Wer viel Werbung auf seiner Seite, der will auch viel Besucher und mag die nicht über Links wegschicken.“
In meinen Augen ist das großer Schwachsinn, jeden Falls trifft das nicht auf meinen Blog zu. Was gefällt das bekommt auch einen Link. Bei anderen Blogs die ich lese sehe ich das genauso. Doch gerade unter A-Bloggern habe ich beobachtet, das hier ganze Kommentare einfach gelöscht werden, gerade dann wenn sie nicht die eigene Meinung wieder spiegeln. Also sollte man nicht zu laut schreien, wenn die Feuerwehr das Feuer selber anzündet.
3. Zu wenig Beachtung durch die Medien / Einseitige Berichtersstattung
Hier halte ich meine Meinung ganz einfach mal Kurz. Nun ja ich schreibe definitiv nicht für andere Medien höchstens für meine Leser. Warum auch nicht, auf der einen Seite beklagt er das Blogs immer mehr monetarisiert werden und auf der anderen Seite die mangelnde Nähe zu den Medien. Entweder ein Blog ist etwas persönliches, etwas dass journalistisch angelegt ist oder halt etwas von beidem. In jedem Fall muss Werbung in Blogs nicht schaden.
4. Schlechte Diskussionskultur
Also ich brauche keinen Kurs (wie in Dons Beitrag erwähnt) in dem ich diskutieren lerne. Wäre ja noch schöner, wenn man das auch noch nach Normen und Standards machen würde. Und ich kann mich nicht beschweren über schöne Disskusionen und guten Austausch. Ob in Kommentaren oder noch mehr darüber hinaus. Und es wird immer Kommentatoren geben, die einfach ihren Müll irgendwo abladen. So sind die Menschen ebend, zudem wäre das Leben so um einen Punkt uninteressanter.
5. Zu wenig qualitativ gute Blogger
Diese Diskussion wird mir, wie in Don’ s ganzem Beitrag zu einseitig geführt. Er spricht immer wieder von Journalisten, als wenn dies die Götter der Blogosphäre wären. Auf der anderen Seite möchte er aber private Blogs. Erst einmal steht fest, was gut ist, das entscheiden die Leser. Und bei den Lesern sind die Geschmäcker nun einmal unterschiedlich, was auch richtig ist! Ich persönlich lese die verschiedensten Blog’s und auch Medien, denn die Wahrheit, was gut ist, liegt immer in der Mitte.
6. Fehlender politischer und sozialer Druck
Das die Deutschen etwas faul sind, für ihre Rechte einzutreten das ist nichts neues. Doch dass nicht darüber geschrieben wird, stimmt so nicht. Spreche da einfach mal für meinen Blog, ich schreibe immer mal wieder zu Themen die sozialer Sprengstoff sein sollten. Doch liegt es auch daran, wie über Themen geschrieben wird. Wenn ein Journalist in einem Beitrag versucht das gesamte deutsche Vokabular einzubauen, dann werden 70% seiner Leser diesen Artikel auch nicht verstehen. Klingt blöd, ist aber nun mal so!
7. Keine Vermarktungsplattform / Kein Interesse der Werbewirtschaft
Wenn man Don’s Meinung anfangs folgt, so sollte dieser Punkt doch garnicht zur Debatte stehen. Wenn doch das Geld verdienen mit Blog’s an allem Schuld sei? Ich verdiene auch etwas Geld mit meinen Blogs, eines würde ich aber nie tun und das wissen auch meine Leser. Ich schreibe keine Beiträge für die ich bezahlt werde, ich nehme also an solchen Vermarktungsplattformen nicht teil.
Fazit: Ich halte die Darstellung von Don für fasst völlig falsch, einfach zu einseitig. Auch halte ich von den Top 100 der Blogcharts nicht viel. Den einen oder anderen Blog daraus lese ich sehr gerne, doch 80% davon interessieren mich so gut wie garnicht.
Mehr zu diesem Thema:
Nerdcore: http://www.nerdcore.de/wp/20…
Don Alphonso: http://don.antville.org/sto…
F!x MBR: http://www.fixmbr.de/warum-blo…
Viel Erfolg,
Frank.
Tags: Blogs, funktionieren, Geld, Monetarisierung
Der Beitrag wurde am Sunday, den 20. July 2008 um 12:32 Uhr veröffentlicht und wurde unter Bloggen, Blogwelt, Persönlich, Wort zum Sonntag abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.







Am 20. July 2008 um 18:35 Uhr
Don Alphonso? Aha, echt?