Schikanieren die ARGEn ihre „Kunden“?

Link-TippDieser Frage möchte ich in diesem Beitrag einmal auf den Grund gehen. Denn mir liegen mittlerweile genügend Informationen und Berichte von Menschen vor. Die zwei Möglichkeiten bieten, entweder Schikane oder absolutes Unwissen von Bearbeitern. Eines gleich zu Beginn, die Wahrheit liegt wahrscheinlich in der Mitte!


Was ich schon für eine Strategie halte ist, es wird eine bestimmte Anzahl an Unterlagen angefordert. Soweit erst einmal OK. Man füllt diese aus und schickt diese per Einschreiben an die ARGE ab. Wochenlang passiert nichts, keiner Reaktion kein Bescheid. Man fragt in der ARGE nach und prompt 2-3 Tage später liegt ein Schreiben im Briefkasten. Es werden nun weitere Unterlagen gefordert, obwohl alle benötigten abgegeben worden sind.

Nun kann folgendes geschehen, entweder man hat Glück und man bekommt einen Bescheid oder wie auch ich schon selbst erlebt habe, man fordert nochmals Unterlagen an. Aber nicht neue, sondern die, die die ARGE bereits beim ersten mal bekommen hat. Wer ganz wenig Glück hat, der bekommt dieser erneute Anforderung auch erst nach einer weiteren Nachfrage.

Gerade bei Erstanträgen kann es passieren, dass man längere Zeit ohne Geld da steht. Ich persönlich halte das schon fast für die Regel, anstatt für eine Ausnahme. Doch was sehr oft Vorkommt ist, es wird einfach nicht weiter gezahlt, ohne Einstellungsbescheid, ohne Hinweis. Und das während eines Bewilligungszeitraumes, dabei war der Höhepunkt, dass einem 3 Monate lang, einfach nichts gezahlt wurde. Grund dafür sollten fehlende Unterlagen sein, die gefordert wurden.

Sicher sollten Unterlagen an die ARGE geschickt werden, doch dies war unberechtigt, wie sich nach einer Beschwerde bei der Leitung der ARGE herausstellte. Auch kein Geld zu zahlen, ohne Einstellungsbescheid, war nicht rechtens. Doch dies muss man erst einmal wissen, nun wisst ihr es auch. Sollte eure ARGE nicht zahlen, wenn kein Einstellungsbescheid vorliegt, dann könnt ihr dagegen vorgehen.

Was ich an den oben genannten 3 Monaten nicht gezahlten Leistungen viel erschreckender finde. Ein Mensch der ohne Hilfe von außen dasteht, der müsste verhungern oder verdursten oder sich andere Methoden zur Beschaffung von Lebensmitteln einfallen lassen. Noch erschreckender finde ich in diesem Zusammenhang, wie die Mitarbeiter der ARGE reagiert haben auf Nachfragen. Da vielen Worte wie „Sie müssen tun was man ihnen sagt…“ oder noch besser „Die ARGE darf das und fertig…“.

Liebe Mitarbeiter der ARGEn, habt ihr eigentlich irgendwo zwischen euren Ohren, so etwas wie Menschlichkeit, einen Verstand oder noch annähernd Weitsicht? Ich weiß nicht ob ich das könnte, jemandem einfach das Geld sperren, und dass dadurch womöglich jemand kein Essen und Trinken mehr hat. Zumal dies ja sehr oft ohne Einstellungsbescheid geschieht, wären die ARGEn ein Unternehmen, das mir gehört, dann würdet ihr schnellst möglich, den Arbeitsmarkt, von einer anderen Seite kennen lernen.

Nun zum zweiten Punkt, dieser betrifft diejenigen die Selbständig sind und trotzdem auf die ARGEN angewiesen sind. Ganz besonders hier, trifft man auf Mitarbeiter bei den ARGEn die absolut Null Wissen mitbringen, wenn es um das Lesen von Geschäftsdokumenten geht. Hier scheitern die Herrschaften ja schon an einer Einnahmen-Überschussrechnung, von einer Bilanz ganz zu schweigen.

Gut eine BWA (Betriebs Wirtschaftliche Aufstellung) für das laufende Geschäftsjahr lasse ich mir ja noch gefallen. Doch eine solche Aufstellung verlangen die ja bis ins darauf folgende Jahr, was einem Glücksspiel gleichkommt. Wer auch nur grundlegendes Geschäftswissen mitbringt, der sollte wissen das eine solche Schätzung der Einnahmen und Ausgaben großer Schwachsinn ist. Eine Schätzung ist nur möglich, auf Grund der Daten des abgelaufenen Geschäftsjahres.

Kommen wir nun zu einem weiteren Punkt, der jeglichen Datenschutz untergräbt. Da werden Rechnungsnummern verlangt, oder Einsicht in Rechnungen. Und das von Personen die nicht einmal in der Lage sind, eine Einnahmen-Überschussrechnung zu lesen, geschweige denn eine Bilanz! Zumal was man aus Rechnungen alles ablesen kann, da kann man seine Preiskalkulation auch gleich draußen an die Werbeflächen hängen. Ich will ja niemandem etwas böses unterstellen, aber wer garantiert mir, das da nicht jemand Daten weiter gibt? Zu einem weiteren Datenschutzproblem, gibt es noch einen weiteren Beitrag.

Dabei ist dies alles gar nicht nötig und meines Wissens vieles auch nicht legal. Eine Einnahmen-Überschussrechnung oder Bilanz, die einwandfrei nach deutschem Steuerrecht erstellt worden ist, warum sollte diese nicht ausreichen? Zumal man ja seinen Steuerbescheid eh für einen endgültigen Bescheid einreichen muss. Da würden dann Ungereimtheiten auffallen, natürlich vorausgesetzt man kann diesen lesen und verstehen.

Seit neuestem steht unter einem Schreiben der ARGE, das man die Daten möglichst persönlich in der Geschäftsstelle abgeben solle. Vor kurzem wurde man, wenn man dies am Schalter tun wollte, dies noch verweigert. Verlangte man dann den Vorgesetzten zu sprechen, dann wurden sie ohne Probleme angenommen.

Bei diesem ganzen Hin und Her, fragt man sich nun so langsam, was soll das? Ist es Schikane oder sitzen da Personen, die keine Ahnung haben? Auch aufgefallen ist mir, wer sich traut und sich wehrt gegen solches Vorgehen, der bekommt recht, allerdings auch erst wenn man über die Chefetagen geht. Wer jetzt aber denkt, etwas bewirkt zu haben, der irrt gewaltig, denn bei anderen Kunden geht es weiter wie bisher. Wer Böses denkt, der könnte nun Meinen, hier wird es mit Dummfang probiert, was meiner Meinung durchaus entspricht!

Man könnte diesen Beitrag noch endlos weiterführen, denn da hat sich einiges angesammelt. Wer nun glaubt dies hier sei erfunden, alle hier beschriebenen Dinge sind wirklich passiert.

Viel Erfolg und Kampfgeist,
Frank.

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Der Beitrag wurde am Saturday, den 13. September 2008 um 13:51 Uhr veröffentlicht und wurde unter Arbeitsleben, Arbeitslos / Hartz IV abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.

Eine Reaktion zu “Schikanieren die ARGEn ihre „Kunden“?”

  1. xanathon

    Man ist durchaus nicht allein gelassen, wenn die ARGE Willkür ausübt. Zum ersten: Gar nicht erst darauf warten, dass die nichts tun, sondern darauf schriftlich hinweisen, dass man ohne Geld nicht überleben kann (gut ist es, das persönlich beim Sachbearbeiter abzugeben - Zeugen mitnehmen, das können die nicht verwehren). Wenn das nichts fruchtet, SOFORT eine Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung UND ein Antrag auf einstweilige Anordnung beim zuständigen Sozialgericht. Belege vorlegen und begründen, wo die Probleme liegen: drohender Wohnungsverlust, Hunger etc. Und: Anwaltliche Beratung in Anspruch nehmen. Wer bei der ARGE bezugsberechtigt ist, bekommt deinitiv auch einen Beratungschein, so dass die Konsultation des Anwalts kostenlos ist. Wichtig ist aber, dass der Anwalt sich in diesem Metier auskennt (vorher erfragen). Gruppen bilden, Kontalt zu anderen Arbeitslosen suchen, organisieren, gegenseitig helfen (im einfachsten Fall gegenseitig bei Besuchen als Zeugen unterstützen).

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