Wort zum Sonntag: Sollte die Regierung in der Krise eingreifen?
Genauer meine ich, sollte die Regierung in der Krise die Unternehmen mit einer Finanzspritze unterstützen? Ich persönlich halte dies für fatal, klar werden erst einmal Arbeitsplätze gesichert, wie lange ist aber fraglich. In den USA plant die Regierung eine Finanzspritze von 700 Milliarden US-Dollar für den Finanzsektor. Aber nicht nur im Finanzsektor buttert der Staat fleißig Geld rein.
Ob nun in den USA oder auch hier, am Ende zahlt der Steuerzahler. Dabei würde es den Markt bereinigen, auch wenn dies erst einmal schmerzhaft ist. Wenn man es genau betrachtet, zahlt der Arbeitnehmer mit seinen Steuern für den Erhalt des eigenen Arbeitsplatzes. Ein Teufelskreis wie ich finde.
Dabei bekommen aber auch die wieder Geld, die den Karren so tief in den Schlamm gefahren haben. Manager und Führungspersonal, das falsche Entscheidungen getroffen hat. Generell verlassen sich viel zu viele Unternehmen auf Förderungen vom Staat, meistens die ganz großen. Da werden die Subventionen schon mit einkalkuliert, was natürlich hilft sich einen Preisvorteil zu schaffen.
Wenn wir bei dieser Finanzkrise nicht erst einmal am Anfang stehen, sozusagen die Spitze des Eisberges sehen. Dabei müssten die Steuern drastisch gesenkt werden und die Belastungen für den Normalbürger runter gefahren werden. Geld das man durchaus bei den vielen unnötigen Subventionen einsparen könnte.
Was meint ihr, sollte die Regierung immer wieder als Retter bereit stehen?
Tags: Geld, Milliarden, Steuerzahler, Subventionen, USA
Der Beitrag wurde am Sunday, den 21. September 2008 um 10:17 Uhr veröffentlicht und wurde unter Persönlich, Politik, Wirtschaft, Wort zum Sonntag abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.







Am 21. September 2008 um 21:17 Uhr
Hallo,
klar kann die EU helfen, dann aber bitte so, wie zB. China und der Arabische Raum den USA hilft. Indem sie Hypotheken aufkaufen und ihnen so immer mehr Land in den Staaten gehört. Und das im ganz großen Stil. So hätte auch die EU was davon … zumindest dann, wenn die USA mal wieder florieren.
Grüße, Andi
Am 22. September 2008 um 12:02 Uhr
@Andi
Du kannst das nicht vergleichen und eins zu eins für die EU übernehmen: Die arabischen Staaten kaufen sich in die Zukunft ein, indem sie ihre Öleinnahmen mit staatlichen Fonds verwalten. Was auch Norwegen macht.
Aber Frank geht es, glaube ich, um etwas anderes: Sollen große Konzerne große Subventionen bekommen und diese dann auch, wenn durch Misswirtschaft durch staatliche Hilfen der Karren aus dem Dreck gezogen werden soll?
Meine Meinung ist auch die von Frank. Es bringt überhaupt nichts. Eine Paradebeispiel ist für meine Branche Phillipp Holzmann. Da wurden 250 Mio. vom Staat zuerkannt um den Leichen-Konzern für einige Jahre künstlich am Leben zu erhalten. Wie viele kleine und mittelständische Unternehmen pleite gegangen sind, möchte ich gar nicht wissen.
Einer nannte das sogar “Peanuts”! Zum Glück wurde auf die Steuer-Millionen nicht zugegriffen.