Wort zum Sonntag: Die „neue“ Einstellung zum Sparen
Die letzten Tage und Wochen haben uns durch die Finanzkrise gezeigt, das Geld um jeden Preis dann wohl doch nicht das wahre ist. Klar es wird immer Menschen geben, denen kein Risiko zu hoch ist, für das Maximum an Gewinnen. Doch ich denke, viele werden ihre Einstellung zum Sparen durchaus überdenken.
Das haben wir gesehen
Mit bangen Gesichtern, hoffnungsvollen Blicken oder sicher zum Teil auch sogar belustigt, konnten wir sehen, wie die Kurse an den Börsen nach unten rutschten. Viele mussten erfahren, wie schnell es gehen kann, dass 1000de oder sogar Millionen von Euros sich einfach so in Luft auflösen. Bei nicht wenigen ist sogar die Altersvorsorge in Gefahr, wenn nicht sogar zu vernichtet worden.
Dabei ist es für mich schon verwunderlich, wie man gerade seine Altersvorsorge auf solch tönernen Säulen aufbauen kann. Dabei ist das Risiko alles zu verlieren, einfach zu hoch. Sicher kann man auch mal ein Risiko eingehen, aber bitte nicht bei der Altersvorsorge!
Sogar erste Auswirkungen auf die reale Wirtschaft haben wir schon gesehen. Bei der Autoindustrie ist die Nachfrage zum Teil eingebrochen. Oder wie bei General Motors wurde alleine durch ein Gerücht, der Wert in den Keller geschossen.
Sparen und Inflation
Ob man sich als Sparer wirklich an der Inflation orientieren sollte, das ist so eine Frage. Viele sagen immer, sind die Zinsen zu gering, dann wird das ersparte von der Inflation aufgefressen. Das mag durchaus zutreffen, doch für viele geht es erst einmal gar nicht darum, Gewinne durch Zinsen zu machen. Sonder darum, das man sie erst einmal an das Sparen heranführt. Es gilt jeden Monat, das Vermögen um einen kleinen oder größeren Teil zu vergrößern. Das geschieht gerade am Anfang, nicht durch Zinsen, sondern dadurch das man immer etwas auf das Sparkonto einzahlt.
Denn für viele ist es wichtig, Geld überhaupt erst einmal zur Seite zu legen. Noch wichtiger ist, dass Geld regelmäßig bei Seite gelegt wird. Und zwar nicht um damit Zinsen zu generieren sondern um überhaupt erst einmal etwas zu haben, für den Notfall. So ein Notfall können viele Dinge sein, eine Autoreparatur, eine kaputte Waschmaschine, der Kühlschrank gibt den Geist und viele weitere Sachen, mit denen keiner gerechnet hat.
Die neue Einstellung
Nach dem viele sozusagen mit einem Schock, oder jeden Falls starken Verlusten hoffentlich erst einmal geheilt sind, könnte nun folgendes passieren. Die Menschen werden wieder vermehrt auf sichere Anlagen setzen, wie hoch dabei die Zinsen sind wird weniger eine Rolle spielen. Das viele ihr Geld gerade aus dem Aktienmarkt abziehen, dass habe ich hier ja schon erwähnt.
Dem einen oder anderen sollte aber auch bewusste geworden sein, man kann es schaffen durch sparen ein kleines oder auch größeres Vermögen zu bekommen. Denn sind wir doch mal ehrlich, wenn man die Summen hört, die da einige an der Börse verloren haben, dann sieht man das sparen sich lohnt. Denn irgendwann einmal, muss derjenige ja erst einmal das Geld verdient haben.
Nur über die Anlageform sollte man in Zukunft wohl genauer nachdenken. Wer wenig Geld hat, der wird auf jeden Fall auf Sicherheit setzen. Aber wer mehr Geld hat, der wird mit einem guten Mix sicher nicht falsch beraten sein. Mit Mix meint man, das Risiko best möglich zu streuen, man setzt auf Anlageformen die sicher und auch weniger sicher sind.
Damit wünsche ich einen schönen Sonntag und vielleicht denkt der Eine oder Andere mal über seine Sparmöglichkeiten nach. Ich denke die kommende Woche wird wieder sehr interessant werden, denn die Finanzkrise wird sicher noch für das eine oder andere Thema sorgen.
Viel Erfolg,
Frank.
Tags: Anlegen, Einstellung, Geld, Sparen
Der Beitrag wurde am Sunday, den 12. October 2008 um 12:37 Uhr veröffentlicht und wurde unter Finanzen, Geld Anlegen, Persönlich, Verdienen, Wort zum Sonntag abgelegt. du kannst die Kommentare zu diesen Eintrag durch den RSS 2.0 Feed verfolgen. du kannst einen Kommentar schreiben, oder einen Trackback auf deiner Seite einrichten.







Am 12. October 2008 um 18:00 Uhr
Ein gesunder Mix war aber auch schon vor der Finanzkrise sinnvoll. Ein ausgewogenes Portfolio sollte verschiedene Krisen adaptieren und somit einen bei jedem hektischen Ausschlag trotzdem ruhig schlafen lassen.
Am 12. October 2008 um 18:22 Uhr
@Sevenjobs Mir ist auch bewusst das ein guter Mix, schon vor der Finanzkrise sehr sinnvoll war. Doch viele haben sich durch hohe Zinsen und die eigene Gier, mehr als nur blenden lassen. Teilweise sicher auch durch falsche Beratung. Aber deshalb auch im Titel die Anführungszeichen um das Wort “neue”.
Am 12. October 2008 um 19:51 Uhr
Ja, die Blindheit durch Gier ist mir auch unerklärlich. Jetzt die Berater der Bank zu beschuldigen, man sei falsch beraten worden, aber selber ist man bei 20% Zinsen nicht aufgewacht und hat sich gedacht: “Komisch, 20% wo es sonst nur 4,5% gibt? Da ist doch was faul…”
Am 13. October 2008 um 13:33 Uhr
Erstens sollten auch die Kleinverdiener auch versuchen ein zumindest ein paar Euro jeden Monat beiseite zu legen. Selbst wenn dies nur 20 oder 50 Euro sind ist es ein Beginn.
Dann sollte sich jeder bewusst sein das wenn die Rendite sagen wir über 10% liegt die Gefahr latent ist das dies auch mal ins Auge gehen kann…